Inntal

8. - 10- Juni 2018
Dank der Pünktlichkeit der Exkursionsteilnehmer erfolgte die Abfahrt am Mü
nchner Ostbahnhof bereits um 6:55 Uhr, 5 Minuten früher als geplant. Herzlichen Dank an alle Frühaufsteher. Da auf der Autobahn kaum Verkehr herrschte kam der Bus zügig voran so dass wir planmäßig unseren ersten Haltepunkt, der Kanzelkehre über dem Inntal erreichten.

Dort gab uns Herr Dipl. Geol. Johannes Bauer  von einem Aussichtspunkt aus einen Überblick über den Aufbau Geologie um Schwaz, (Grauwackenzone, Innsbrucker Quarzphyllits, Decke der Kellerjochgneise) sowie der Lagerstätten im Silberbergwerk Schwaz.
Der nächste Haltepunkt war nun das Silberbergwerk in Schwaz. Dort konnten wir bei der geologischen Führung, außerhalb der normalen Touristenwege, den Verlauf einer Erzader bestaunen. Die Abfahrt vom Silberbergwerk verzögerte sich um ca eine Stunde, wodurch sich die nächsten Stopps entsprechen nach hinten verschoben.  nächsten Stopps entsprechen nach hinten verschoben.  Unser nächster Halt war das das BBT Informationszentrum der Tunnelwelten in Steinach am Brenner. Auch hier gab es viel zu bestaunen.

 

Beeindruckend war die Darstellung der geplanten Tunnelröhren entlang einer Wand mit den Querverbindungen und die Zugänge aus den Seitentälern. Die bereits erfolgten Tunnelausbrüche wurden anhand von Lichterpunkte auf dieser Darstellung dokumentiert. Der Hintergrund dieser Infowand zeigte das überlagernde Gebirgsprofil und die „erwarteten“ Gesteine.

Leider kam unsere letzte Station, die Wanderung über die Abraumanlage im Padastertal, wo der Aushub des BBT`s gelagert wird viel zu kurz. Das Foto verdeutlichte uns aber die Ausmaße des Tunnels.

Nach diesem Tag waren wir dann froh ins Hotel zukommen, unsere Zimmer zu beziehen und den Tag in einer geselligen Runde zu beschließen.

 

Am 2. Tag brachte uns die Bergbahn Schlick 2000 auf das Kreuzjoch oberhalb des Stubaitals. Dort hat uns Dr. Martin Reiser mit folgenden Themen über das Stubai Gebiets begeistert: geologischen Erklärungen zur Stratigraphie und Faziesentwicklung des grünschiefer-metamorphen Brenner Permomesozoikums, Aufbau des Stubai-Ötztal-Kristallins,  Deckenüberschiebungen und Tektonik.
Auch an diesem Abend kamen wir etwas müde aber gutgelaunt ins Hotel zurück wo wir noch lange in anregenden Gesprächen zusammen saßen.

 

 

Am 3. Tag besuchten wir das Goldbergwerk in Zell am Ziller. Die Kirche oberhalb des ehemaligen Goldbergwerks verlor durch das Einbrechen von Abbaugebieten einen Turm. Die Führung durch die Stollen zeigte uns in beeindruckender Weise von der Mühsal und den Schwierigkeiten, mit denen die Knappen im Mittelalter zu kämpfen hatten.

Nach der Besichtigung hatten wir die Möglichkeit zum Goldwaschen. 

Die letzte Etappe führte uns nach Brixlegg ins Berg- und Hüttenmuseum. Die Kupferhütte von Brixlegg kann auf Wurzeln bis in die vorchristliche Bronzezeit zurückblicken. Herr Dipl. Geol. Bauer führte uns durch das schöne Museum mit Erläuterungen zu den Themen Prähistorischer Bergbau, Goldene Zeiten des Bergbaus, Schmelztechniken im Montanwerk und Mineralien.

Besonderen Dank an dieser Stelle auch den Betreibern des Museums, die extra für uns das Museum geöffnet hatten.

Jeden Teilnehmer hat einen sehr detaillierten Exkursionsführer bei Abfahrt des Buses in München erhalten. Er wurde von Hanne-Lore Wieczorek mit sehr vielen geoligenschen  Erklärungen und Kartenmaterial verfasst. 

Hier noch ein Herzliches Dankeschön an Hanne-Lore!!! 

Es waren schöne 3 Tage in denen wir viel gesehen und gelernt haben und auch viel Spaß miteinander hatten.

 

 

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