Geologische Exkursion in das Uracher Vulkangebiet und zum Hegau

4-tägige Busexkursion vom 10. Bis 13. Mai 2019

 

Der Freundeskreis der Geologischen Staatssammlung München e.V bietet vom
10. bis 13. Mai 2019 eine geologische Exkursion ins Uracher Vulkangebiet und in den Hegau an.

 

Der Hegau war zwar schon vor einigen Jahren Gegenstand einer Exkursion des Vereins, wobei der damaligen Exkursionsschwerpunkt auf der Botanik lag, es waren nur ganz wenige geologische Haltepunkte eingeplant. In der hier angebotenen Exkursion liegt der Schwerpunkt jedoch auf der Geologie sowie der Landschaftsgeschichte dieser beiden berühmten Vulkangebiete in Baden-Württemberg, deren Erforschung eine überregional wichtige Bedeutung in der Wissenschaftsgeschichte besitzt. Auf dieser Exkursion werden verschiedene Aufschlüsse und  Aussichtspunkte angefahren, in einigen Fällen ist auch eine Wanderung zu den geologisch relevanten Orten vorgesehen. Die an den Aufschlüssen und Aussichtspunkten vorkommenden interessanten Gesteine, Minerale, Fossilien und geologische Phänomene werden an diesen Stellen aus
geologischer Sicht betrachtet und erklärt. Es werden aber auch Kultur- und Kunstgeschichte sowie Archäologie und Botanik nicht ausgespart. Die geologische Exkursion wird von Dipl.-Geol. Prof. Dr. Herbert Scholz geführt, früher einmal APL-Professor für Geologie am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie der TU München. Schon während seiner aktiven Zeit als Hochschullehrer hatte er immer wieder ähnliche Exkursionen für Studenten angeboten.

 

Wann findet diese Exkursion statt? Die Exkursion beginnt am 10. Mai 2019 um 7:00 Uhr. Treffpunkt ist die Friedenstraße auf der Rückseite des Ostbahnhofs. Der erste Exkursionstag endet mit dem Erreichen des Quartiers, voraussichtlich gegen 19.30 Uhr. In den folgenden drei Tagen beginnt die Exkursion jeweils nach dem, ab 7.00 Uhr angebotenen, Frühstück um 8.30 Uhr und endet gegen 19.30 Uhr bevor es dunkel wird. Mittags gibt es eine max. einstündige Pause, in der man eine mitgebrachte Brotzeit verzehren oder in ein Gasthaus einkehren kann. Die Exkursion endet am 13. Mai 2019 am Abend des 4. Exkursionstages voraussichtlich gegen 20.00 Uhr wiederum in der Friedenstraße.

 

Für wen ist diese geologische Exkursion gedacht? Die Exkursion wendet sich v. a. an die geologisch, geomorphologisch und landschaftsgeschichtlich interessierten Mitglieder des Freundeskreis der Geologischen Staatssammlung München e.V. aber auch an Wanderer, Bergsteiger und Naturfreunde sowie an alle, die mehr und Genaueres über die Geologie wissen wollen. Ganz besonders über den neogenen (Miozänen) Vulkanismus, die Entstehung und interessante geologische Geschichte der Schwäbischen Alb, des Schwäbisch-Fränkischen
Schichtstufenlandes sowie des Nordwestrandes des Molassebeckens. Die Exkursion ist auch als Weiterbildung für Geographielehrer, Landschaftsführer und andere Multiplikatoren geeignet! Fachliche Vorkenntnisse nicht erforderlich – nur Interesse und ein gewisses Durchhaltevermögen.

 

Was bekommt man auf dieser geologischen Exkursion zu sehen? Man lernt bei dieser Exkursion viele vulkanische Gesteine (Laven, unterschiedliche Tuffe, Ganggesteine, Intrusionskörper, Necks, Kratersee- Sedimente etc.), die diese aufbauenden Minerale und eine ganze Reihe direkt oder indirekt mit dem Vulkanismus zusammenhängende Phänomene kennen. Außerdem ganz unterschiedliche Vulkantypen (Stratovulkane, Diatreme, Maare) und deren innerer Aufbau sowie Aussehen der Aufstiegswege der vulkanischen Schmelzen. Zudem
werden die von den Vulkanischen Schmelzen durchschlagenen Gesteine der Schwäbischen Alb und des westlichen Molassebeckens vorgestellt sowie die Landschaftsentwicklung während der vulkanischen Ereignisse thematisiert.

 

Genau Angaben zum Exkursionsprogramm und den Exkursionskosten werden noch ausgearbeitet und baldmöglichst bekannt gegeben.

 

Für Fragen und Vormerkungen erreichen Sie mich per
Mail: corneliabonert@gmail.com, WhatsApp und Mobil unter 01637998412

Cornelia Bonert

Vorsitzende des Freundeskreis der Geologischen Staatssammlung München e.V.

 

Der Bergsturz zu Köfels im Ötztal

historisch, geologisch und zugleich die Beschreibung einer Exkursion. Von Klaus Büchl

Bergstürze gehören zu den Alpen wie die Sonne zum blauen Himmel. Sie sorgen dafür, dass die Berge nicht in den Himmel wachsen und es gibt sie in allen Größenordnungen. Es ist eine Frage der Definition, ob man bereits das Abbrechen eines einzelnen Felsens, eines Steines, der zu Tal rollt, als Bergsturz bezeichnet. Es ist die alte Frage: Bei wie vielen Bäumen beginnt der Wald? Kleine Bergstürze, bei denen nur wenige Kubikmeter Gestein zu Tal stürzen, sind häufig. Es dürften im Alpenbereich einige tausend im Jahr sein. Ins Bewusstsein der Menschen, das heißt heute in die Medien, dringen nur spektakuläre Ereignisse vor. So waren es im vergangenen Jahr die Bergstürze am Eiger, die auch der Tagesschau eine Nachricht wert waren. Die Bild-Zeitung nahm sie in ihre Schlagzeilen auf und sah bereits das Ende der Alpen in naher Zukunft voraus. Auf zwei Millionen Kubikmeter schätzen Geologen die vom Absturz gefährdete Felsmasse. Zwei Millionen Kubikmeter sind zwei Kubikkilometer. Das ist nicht wenig, aber im Verhältnis zum Eiger mit grob geschätzten 100 Kubikkilometern Volumen eine kleine Menge. Es wird den Eiger auch nach dem Bergsturz noch geben. Bisher waren es nur ungefähr 0,4 Kubikkilometer Gestein, die vom Eiger abbrachen und auf den Grindelwaldgletscher stürzten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wann weitere Massen zu Tale donnern werden ist unbekannt. Es kann morgen oder auch erst in Jahren sein.

Inntal

8. - 10- Juni 2018
Dank der Pünktlichkeit der Exkursionsteilnehmer erfolgte die Abfahrt am Mü
nchner Ostbahnhof bereits um 6:55 Uhr, 5 Minuten früher als geplant. Herzlichen Dank an alle Frühaufsteher. Da auf der Autobahn kaum Verkehr herrschte kam der Bus zügig voran so dass wir planmäßig unseren ersten Haltepunkt, der Kanzelkehre über dem Inntal erreichten.

Dort gab uns Herr Dipl. Geol. Johannes Bauer  von einem Aussichtspunkt aus einen Überblick über den Aufbau Geologie um Schwaz, (Grauwackenzone, Innsbrucker Quarzphyllits, Decke der Kellerjochgneise) sowie der Lagerstätten im Silberbergwerk Schwaz.
Der nächste Haltepunkt war nun das Silberbergwerk in Schwaz. Dort konnten wir bei der geologischen Führung, außerhalb der normalen Touristenwege, den Verlauf einer Erzader bestaunen. Die Abfahrt vom Silberbergwerk verzögerte sich um ca eine Stunde, wodurch sich die nächsten Stopps entsprechen nach hinten verschoben.  nächsten Stopps entsprechen nach hinten verschoben.  Unser nächster Halt war das das BBT Informationszentrum der Tunnelwelten in Steinach am Brenner. Auch hier gab es viel zu bestaunen.

 

Beeindruckend war die Darstellung der geplanten Tunnelröhren entlang einer Wand mit den Querverbindungen und die Zugänge aus den Seitentälern. Die bereits erfolgten Tunnelausbrüche wurden anhand von Lichterpunkte auf dieser Darstellung dokumentiert. Der Hintergrund dieser Infowand zeigte das überlagernde Gebirgsprofil und die „erwarteten“ Gesteine.

Leider kam unsere letzte Station, die Wanderung über die Abraumanlage im Padastertal, wo der Aushub des BBT`s gelagert wird viel zu kurz. Das Foto verdeutlichte uns aber die Ausmaße des Tunnels.

Nach diesem Tag waren wir dann froh ins Hotel zukommen, unsere Zimmer zu beziehen und den Tag in einer geselligen Runde zu beschließen.

 

Am 2. Tag brachte uns die Bergbahn Schlick 2000 auf das Kreuzjoch oberhalb des Stubaitals. Dort hat uns Dr. Martin Reiser mit folgenden Themen über das Stubai Gebiets begeistert: geologischen Erklärungen zur Stratigraphie und Faziesentwicklung des grünschiefer-metamorphen Brenner Permomesozoikums, Aufbau des Stubai-Ötztal-Kristallins,  Deckenüberschiebungen und Tektonik.
Auch an diesem Abend kamen wir etwas müde aber gutgelaunt ins Hotel zurück wo wir noch lange in anregenden Gesprächen zusammen saßen.

 

 

Am 3. Tag besuchten wir das Goldbergwerk in Zell am Ziller. Die Kirche oberhalb des ehemaligen Goldbergwerks verlor durch das Einbrechen von Abbaugebieten einen Turm. Die Führung durch die Stollen zeigte uns in beeindruckender Weise von der Mühsal und den Schwierigkeiten, mit denen die Knappen im Mittelalter zu kämpfen hatten.

Nach der Besichtigung hatten wir die Möglichkeit zum Goldwaschen. 

Die letzte Etappe führte uns nach Brixlegg ins Berg- und Hüttenmuseum. Die Kupferhütte von Brixlegg kann auf Wurzeln bis in die vorchristliche Bronzezeit zurückblicken. Herr Dipl. Geol. Bauer führte uns durch das schöne Museum mit Erläuterungen zu den Themen Prähistorischer Bergbau, Goldene Zeiten des Bergbaus, Schmelztechniken im Montanwerk und Mineralien.

Besonderen Dank an dieser Stelle auch den Betreibern des Museums, die extra für uns das Museum geöffnet hatten.

Jeden Teilnehmer hat einen sehr detaillierten Exkursionsführer bei Abfahrt des Buses in München erhalten. Er wurde von Hanne-Lore Wieczorek mit sehr vielen geoligenschen  Erklärungen und Kartenmaterial verfasst. 

Hier noch ein Herzliches Dankeschön an Hanne-Lore!!! 

Es waren schöne 3 Tage in denen wir viel gesehen und gelernt haben und auch viel Spaß miteinander hatten.

 

 

Gold und Bernstein Bernstorf

7. März 2018

Dr. Manfred Moosauer, Arzt und Entdecker der bronzezeitlichen Befestigung Bernstorf: Gold und Bernstein — ein Kultplatz, Wirtschafts- und Handelszentrum der europäischen Bronzezeit in Bayern vor 3500 Jahren. Neben der bronzezeitlichen Kultur wurde auch die Entdeckungsgeschichte und der spannende Kampf um den Erhalt und die wiss. Auswertung der einmaligen Funde dargestellt. Eine Exkursion zur Fundstelle ist für 2019 geplant.

Geodäsie und Glaziologie

7. Februar 2018

Dr. Christoph Mayer, Geodäsie und Glaziologie, Bayerische Akademie der Wissenschaften:
Gletscherschwund in den Alpen — Ursachen, Abläufe, Auswirkungen. Sichtbarer und prognostizierbarer Klimawandel an Beispielen aus der Antarktis, Zentralasien und den Alpen.

Wie formen Gletscher Gebirgslandschaften?

17. Januar 2018

Prof. Dr. Miriam Dühnforth, exogene Dynamik, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, LMU:
Gletschereis und tiefe Täler – wie formen Gletscher Gebirgslandschaften? Grundtypen und Kennzeichen der glazialen im Vergleich zur fluvialen Erosion an Beispielen in den Rocky Mountains und den Alpen.

Tiefe Geothermie im Molassebecken Bayerns in der Praxis

6. Dezember 2017

Dipl.Geol. Winfried Büchl, Leiter Geowissenschaften, Erdwärme Bayern:
Tiefe Geothermie im Molassebecken Bayerns in der Praxis. Planung, Durchführung und technische Details zur aktuellen Bohrung der Erdwärme-Oberland in der Lichtenau/Weilheim. Dieser Vortrag schloss sich an die Vereinsexkursion zur Geothermie-Bohrung im Juni 2017 an (siehe Beitrag H.-L. Wieczorek).

Zeitalters der Elektrizität

8. November 2017

Prof. Dr. H. Soffel, em. Ordinarius für Angewandte Geophysik, LMU:
Nikola Tesla (1856–1943), einer der Erfinder des Zeitalters der Elektrizität. Der äußerst vielseitige Erfinder bescherte uns u.a. Wechselstrom, elektrische Straßenbeleuchtung und die Funktechnik. Nach ihm ist die Einheit der magnetischen Flussdichte benannt.